Rohbau mit Feingefühl
Kamü legt die Grundlagen für den Umbau des Weserstadions
Festbeleuchtung bei Nacht, ein 60 Meter hoher Kran, der die charakteristischen Flutlichtlichtmasten noch deutlich überragt: Deutliche Hinweise darauf, dass sich baulich was tut im Weserstadion. Rund 70 Kamü-Mitarbeiter treiben im Drei-Schichten-Betrieb die Rohbaumaßnahmen für die neuen Tribünen voran. Die sollen bis zum November bis an den Spielfeldrand reichen, die alte „Umlaufbahn” verschwindet.
Nachdem im Juni erste Pfähle gesetzt wurden, ist bereits eine mobile Stahltribüne errichtet, die Betonkonstruktion wird ab Reihe 10 kontinuierlich aufgestockt. Wobei sich der Umbau viel anspruchsvoller als der Neubau gestaltet: Die gebogenen neuen Ränge müssen perfekt an vorhandene Teile anschließen; Millimeterarbeit, die sehr aufwändige Messtechnik erfordert. Und perfektes Material, das stabil und zugleich flexibel genug ist, die Fangemeinde auch bei bewegendsten Spielverläufen sicher zu tragen. Die Nummer Sicher für Kamü ist deshalb die Verwendung von Betonkonstruktionen aus dem eigenen Fertigteilwerk BWE.
Bis zur Fertigstellung im November ist es ein gut geplanter, wenn auch nicht ganz einfacher Weg. Weil das Stadion in der Saison nun mal alle 14 Tage dringend gebraucht wird, muss Kamü – ähnlich wie Hausherr Werder Bremen – im Laufenden Betrieb punkten: Es gilt, die Baustelle trotz ständig veränderter Raumsituation auf die Sicherheits- und Platzbedürfnisse der Fans einzurichten. Eine logistisches Spitzenspiel auch deshalb, weil die komplette Baustelle über eine einzige Einfahrt in den Stadion-Innenraum versorgt werden muss. Auf eine Meisterschale für soviel Engagement darf Kamü nicht hoffen – aber auf die Zufriedenheit von Auftraggebern und Fußballfans.
