Bilder: weserstadion.de

Im Osten nichts Neues

Beim letzten Bundesligaspiel gegen den HSV hieß es für die Werder-Fans Abschied nehmen. Nicht nur von der Saison, sondern auch von der alten Ostkurve – immerhin einer der beliebtesten Bereiche im Stadion. Aber wie Fußballer kommen eben auch Fußballstadien in die Jahre, und so begonnen nicht lange nach Abpfiff die Abriss-, Neubau- und Umbau-Arbeiten; denen in der Westkurve ähnlich, aber wesentlich umfangreicher, komplizierter und außerdem unter erhöhtem Zeitdruck. Bis Mitte August muss aus der momentanen Kraterlandschaft eine attraktive Spielstätte werden. Daran arbeiten rund 70 Kamü-Mitarbeiter intensiv im Zweischichtenbetrieb. Nach den Bohrungen für 600 Pfähle, die das enorme Gewicht der Ostkurve sicher stützen, sind jetzt die Stufenelemente für den Stehplatz-Bereich an Ort und Stelle eingebaut. Auch die ersten Solen und Wände sind bereits erkennbar.

Große Bewegungen, kleines Feld

Neben der Fertigstellung der über 11.000 Plätze stehen weitere große Herausforderungen an; zum Beispiel Um- und Neubau der „mixt zone” im Inneren der Ostkurve: sanitäre Anlagen, Medizin- und Medienbereich sowie der gesamte Kabinentrakt. Kamü muss sich hier – bei großem Aufwand an Mensch und Material – auf einen sehr begrenzten Spielraum einstellen, zumal die vorhandene Bausubstanz sowie die bereits installierte Photovoltaik-Anlage erhalten bleiben. Was die Räume zusätzlich enger werden lässt, ist das „Wilhelm-Scharnow-Internat“. Die rege genutzte Institution zur Unterbringung des Werder Spielernachwuchses vor Ort muss natürlich zugänglich bleiben – unabhängig vom jeweiligen Stand der Dinge. Bautechnisch und vor allem logistisch eine Aufgabe für die Champions-League. In mehrfacher Hinsicht, denn die ersten Qualifizierungs-Spiele dafür stehen bereits unwiderruflich vor der Tür ...

Fortschritt vor Ort: Die Webcam im Weserstadion!

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